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Wildschweinbegegnung beim Nordic Walken

Was tun bei einer Begegnung mit Wildscheinen beim Nordic Walking?
Wildschweine – Gefahr beim Nordic Walking?

Auf Wildschweine stoßen beim Nordic Walking

Nordic Walking ist eine Sportart, die im Wesentlichen im Freien stattfindet. Viele Strecken führen durch Wiesen und Wälder. Sich in der Natur aufzuhalten macht ja auch das Wesen des Nordic Walkens aus.

In der Natur besteht aber immer die Möglichkeit, auf Tiere zu stoßen. Besonders die mögliche Begegnung mit Wildschweinen macht aber vielen Menschen Angst. Ist es gefährlich, Wildschweinen zu begegnen, oder muss man sich keine Gedanken darüber machen? Verhalten bei Wildschweinen – was ist richtig? Im Folgenden sollen die wesentlichen Fragen beantwortet werden.

Wie verhalte ich mich richtig, wenn ich als Nordic Walker Wildschweinen begegne?

Meistens bewegen sich Nordic Walker auf Wegen. Wenn also ein oder mehrere Wildschweine einen Weg oder die Lichtung wechseln kann man ganz entspannt weiter gehen. Es besteht kein Anlass zur Angst. Die Tiere greifen nicht an. Sie bewahren automatisch Distanz.

Im Übrigen hören Wildschweine sehr gut und sie haben einen ausgeprägten Geruchssinn. So werden Nordic Walker schon frühzeitig bemerkt und eine plötzliches Wildschweinbegegnung in nächster Nähe ist sehr unwahrscheinlich.

Wildschwein Bache mit Frischlingen
Wildschwein Bache mit Frischlingen

Was ist zu tun, wenn ich in eine Wildschweinrotte gerate?

Wie oben erwähnt ist dieser Fall sehr unwahrscheinlich. Die Chance besteht eigentlich nur dann, wenn ein Mensch die Wege verlässt und sich wie ein Jäger abseits ins Revier der Tiere pirscht. Dort kann es eventuell passieren, dass man plötzlich ein Wildschwein vor sich hat, das sich dem Menschen entgegenstellt und ihn fixiert.

Das ist eine Warnung. In diesem Fall geht es darum keine hektischen Bewegungen zu machen und langsam den Rückzug einzuleiten. Das Wildschwein sollte dabei nicht angestarrt werden, da dies von dem Tier als Aggression gewertet wird. Wer weiter auf das Tier zugeht, muss mit einem Angriff rechnen. Besonders Bachen mit Jungtieren oder verletzte Tiere verstehen da keinen Spaß und können dann sehr aggressiv werden. Ein Angriff von einem Wildschwein, besonders einem Keiler, kann schon lebensgefährlich sein.

Greifen Wildschweine von sich aus Menschen an?

Bewusste Angriffe von Wildschweinen auf einen Menschen sind meist erfundene Geschichten und haben mit der Realität nichts zu tun. Wenn überhaupt, würde ein Wildschwein höchstens eine Attacke machen und dann verschwinden.

Nordic Walking mit Hund – schützt ein Hund vor Wildschweinen?

Hunde werden von Wildschweinen instinktiv als eine Gefahr angesehen. Falls ein undisziplinierter Hund instinktiv erschnupperten Wildschweinen hinterherjagt, kann eine Situation entstehen, in der ein Nordic Walker durch seinen Hund in eine gefährliche Situation gebracht wird.

Besonders eine Bache mit Frischlingen, die sich durch einen Hund bedroht sieht, würde ihn sofort angreifen. Der Mensch, der seinem Tier dann helfen will, begibt sich dann auch in die Gefahr angegriffen zu werden. Von daher ist es sinnvoller, seinen Hund nicht auf die Nordic Walking Runde mitzunehmen.

Wie schnell sind eigentlich Wildschweine?

Wildschweine sind ziemlich schnell. Sie können bis 50 km/h erreichen. Das ist erstaunlich, da Keiler bis zu 200 Kilogramm schwer werden können. Erwachsene Wildschweine sind damit schneller als der schnellste Mensch. Die bisher erreichte maximale Geschwindigkeit liegt bei 45 km/h. Wildschweine können übrigens auch sehr gut schwimmen.

Wildschweine
Wildschweine können bis zu 200 kg schwer werden

Wildschweine sind ja besonders im Herbst aktiv – warum ist das so?

Schwarzwild, zu denen auch die Wildschweine gehören, futtern sich im Herbst die Fettreserven für den Winter an. Zu dieser Zeit fallen viele Bucheggen und Eicheln von den Bäumen, die wichtige Energielieferanten für die Wildschweine sind.

Warum haben sich die Wildschweinpopulationen in den letzten Jahren so stark erhöht?

Ein wichtiger Grund für die Vermehrung der Wildschweine ist die Ausweitung des Maisanbaus. Der hat in den letzten Jahren erheblich zugenommen. Die Maisfelder bieten den Wildschweinen eine gute Deckung und sehr viel Futter.

Hinzu kommt, dass milde Winter und ein trockenes, gemäßigtes Wetter während der Setzzeit, das ist die Zeit um den April, den starken Anstieg der Wildschweinpopulation begünstigen. Außerdem sind Wildschweine so anpassungsfähig, dass sie nachtaktiv geworden sind und so sehr schwer zu bejagen sind.

Warum kommen die scheuen Wildschweine immer mehr in die Städte?

Da Wildschweine, wie erwähnt schlau sind, haben sie erkannt, dass in der Stadt wenig Gefahr droht. Sie dürfen dort normalerweise nicht bejagt werden. Außerdem finden sie dort gute Fraßbedingungen. Gärten/Vorgärten mit Gemüse und fressbaren Pflanzen und Mülltonnen, in denen genug Futter für die Tiere zu finden ist. Die Wildschweine haben sich zu Kulturfolgern entwickelt.

Die Informationen entstammen Interviews bzw. Beiträgen von Gregor Beyer (NABU) auf achilles-running.de und dem Waidmann Hubert Lödding auf myheimat.de