
Nordic Walking ist auch an warmen und heißen Tagen möglich. Bei Hitze sollte das Training aber bewusster geplant werden als an kühleren Tagen. Wichtig sind die passende Tageszeit, leichte Kleidung, ausreichend Flüssigkeit und ein Tempo, das der Hitze angepasst ist. Bei Kreislaufproblemen, Schwindel oder starker Erschöpfung ist allerdings eine Pause sinnvoll.
Inhalt des Artikels
Die richtige Kleidung beim Nordic Walking im Sommer
Die Sommer werden immer heiße, aber trotzdem muss man nicht auf Nordic Walking verzichten. Wichtig ist aber, das Training an die Temperaturen anzupassen. Nordic Walking Sport bei Hitze ist machbar, denn mit ein wenig Vorsorge und Anpassung an die heißen Tage, ist Nordic Walking auch bei warmem Wetter durchaus möglich.
Heiße Temperaturen sorgen allerdings dafür, dass Walker mehr und schneller schwitzen. Deshalb ist leichte und luftige Kleidung sinnvoll. Besonders atmungsaktive Funktionskleidung kann helfen, denn sie transportiert die Feuchtigkeit nach außen.
Funktionskleidung kann helfen, dass der Körper recht trocken bleibt, was ein angenehmes Gefühl ist. Die Materialien sind meist auf synthetischer Basis hergestellt und sind daher erheblich leichter als die oft genutzte Baumwolle. Sie ist bei Hitze dagegen oft weniger angenehm, weil sie Schweiß stärker aufnimmt und mit der Zeit feucht und schwer werden kann. Der Tragekomfort wird dadurch merklich verschlechtert.
Sinnvoll sind außerdem helle Farben und eine leichte Kopfbedeckung. Besonders auf offenen Wegen ohne Schatten kann eine Kappe oder ein Hut helfen, direkte Sonne auf Kopf und Gesicht zu reduzieren.
Nordic Walking im Sommer – ausreichend Trinken gegen Flüssigkeitsverlust!
Besonders wichtig beim Sport bei Hitze ist ein ausgeglichener Flüssigkeitshaushalt. Durch die hohen Temperaturen geht beim Nordic Walken durch Schwitzen deutlich mehr Flüssigkeit verloren als in kühleren Jahreszeiten, weshalb es wichtig ist, ausreichend zu trinken. Empfehlenswert ist es, bereits vor dem Training ein Glas Wasser zu trinken.
Bei längeren Touren macht es Sinn, einen Wasservorrat mit sich zu führen. Ein Trinkgürtel* ist eine praktische Lösung. Damit kann eine oder mehrere Flaschen bequem transportiert werden. Auch hier reicht als Füllung normalerweise Wasser vollkommen aus.
Auch wenn Nordic Walking bei Hitze sehr anstrengend sein kann, reicht als Getränk normalerweise Wasser aus. Isotonische Getränke sind daher in der Regel nicht notwendig.
Wer Wasser nicht mag, kann evtl. etwas Zitrone ins Wasser geben oder etwas Apfelsaft. Auch ungesüßter Tee wäre eine Variante. Eiskalte Getränke sollten beim Training eher vermieden werden, weil sie nicht jeder gut verträgt.
Auch nach dem Training ist es wichtig zu trinken. Erste Wahl ist auch hier wieder Wasser, Mineralwasser oder Tee. Alkohol ist nicht so empfehlenswert. Wer mag, kann auch ein alkoholfreies Bier oder Malzbier trinken. Allerdings haben beide Getränke einen hohen Kohlenhydratanteil. Besonders Malzbier enthält meist deutlich mehr Zucker und Kohlenhydrate

3 Trinktipps für Sport bei Hitze:
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- Direkt nach dem Aufstehen ein Glas Wasser zu trinken füllt früh die Speicher auf und tut dem Körper gut.
- Am Arbeitsplatz immer Wasser oder Tee greifbar haben, z. B. durch eine große Teekanne, Karaffe, oder einfach eine Flasche. Wenn möglich auf der Arbeit über den Tag hinweg regelmäßig Kräutertee oder Wasser trinken
- Auch wasserreiche Obstsorten wie Melonen, Trauben oder Ananas sind hervorragende (und leckere) Flüssigkeitslieferanten. Sie eignen sich besonders an heißen Tagen als Snack für zwischendurch oder als erste schnelle Mahlzeit nach dem Sport bei Hitze.
Wer wegen Herz, Niere oder Kreislauf eine begrenzte Trinkmenge einhalten soll oder entwässernde Medikamente nimmt, sollte sich bei der Trinkmenge an die ärztliche Empfehlung halten.
Sonnenschutz und Kopfbedeckung beim Nordic Walking
Wichtig ist auch der Schutz vor Sonne. An erster Stelle steht natürlich das Eincremen mit Sonnencreme*. Dabei sollte der Lichtschutzfaktor nicht zu niedrig gewählt werden.
Beim Laufen in kurzen Hosen sollten die Beine nicht vergessen werden. Besonders Menschen mit wenig oder kurzen Haaren sollten zudem auf eine angemessene Kopfbedeckung achten. Besonders geeignet sind Laufcaps*.
Die richtige Tageszeit für Nordic Walking bei Hitze
Während der Mittagszeit oder am frühen Nachmittag sind die Temperaturen meistens besonders hoch. Deshalb sollte, wer es einrichten kann, bei heißem Wetter in den Morgen- und Abendstunden walken. Wer nur zu den heißesten Zeiten z. B. in der Mittagshitze trainieren kann, sollte sich schattige Wege im Wald oder in einem Park aussuchen, um die starke Sonneneinstrahlung zu vermeiden.
Bei extremer Hitze macht es durchaus Sinn, auch einmal das Tempo zu reduzieren, die Rundezu verkürzen oder Training zu verschieben.
Das Wetter beachten: Vorsicht vor Gewittern
In der warmen Jahreszeit können Gewitter schnell aufziehen. Vor einem Lauf ist es daher empfehlenswert, den Wetterbericht zu verfolgen. Im Zweifelsfall ist es besser die Nordic Walking Tour zu verlegen. Außerdem ist es im Zweifel hilfreich ein Handy dabei zu haben. So besteht die Möglichkeit, wenn ein Unwetter überraschend aufzieht Hilfe zu holen. Partner, Freunde oder Bekannte könnten dann mit dem Auto kommen, sofern das Gelände dies zulässt.
Ozonwerte vor dem Training prüfen
Vor dem Training sollte auch auf die Ozonwerte geachtet werden. Bei einer hohen Ozonkonzentration sollten körperliche Aktivitäten eher moderat betrieben werden. Bei sehr hohen Ozonwerten kann es auch besser sein, die Nordic Walking Tour ausfallen zu lassen.
Info: Ozon kann die Augen und Atemwege reizen. Besonders empfindliche Menschen, Kinder, ältere Personen oder Menschen mit Atemwegsproblemen sollten bei hohen Ozonwerten vorsichtig sein.Stechmücken, Bremsen und andere Plagegeister

Stechmücken, Pferdebremsen, Zecken und andere Insekten mögen leider auch den Sommer. Besonders in der Nähe von Gewässern können sie zu einer Plage werden. Hier entsteht nun ein Dilemma. Besonders gut schützen gegen die Insekten lange Hosen und Shirts mit langen Ärmeln. Da aber an besonders heißen Tagen, wie oben schon einmal aufgeführt, kurze luftige Kleidung empfehlenswert ist, bleibt nur die Wahl zwischen Schwitzen oder aber dem Versuch sich durch das Einsprühen mit Insektensprays/Mückensprays* zu helfen. Alternativ gibt es auch Mittel zum Einreiben. Besonders an schwülwarmen Tagen sind Mücken aktiv.
Zecken nach dem Nordic Walking nicht vergessen
Eine weitere Gefahr sind Zecken. Sie können gefährliche Krankheiten (Borreliose, FSME) übertragen. Sie halten sich verstärkt in Gräsern und Wiesen auf. Um sich vor einem Zeckenbiss zu schützen, ist es wichtig, nach jedem Lauf die Beine zu kontrollieren, um die Tiere zu entfernen. Zeckenabwehrmittel* können zusätzlich helfen. Sie ersetzen aber nicht die Kontrolle nach dem Training.
Bei extremer Hitze lieber pausieren
Nordic Walking kann auch im Sommer gut funktionieren. Aber nicht jeder heiße Tag eignet sich für eine normale Trainingsrunde. Bei großer Hitze ist es oft besser, kürzer und ruhiger zu gehen oder sich eine schattige Strecke zu suchen. Wenn es extrem heiß ist, Gewitter drohen oder die Ozonwerte hoch sind, sollte die Runde lieber ausfallen.
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